Wenn der Frankfurter Zoo mitten im Herzen der Stadt um zehn Uhr morgens
seine Pforten öffnet, dann wartet der kleine Bonobo Affe Thomas
gemeinsam mit den anderen Affenkindern schon aufgeregt in seinem Gehege
im Borgori-Wald darauf, dass die ersten Besucher ihren Weg durch den Zoo
in das Affenhaus finden.
Bonobokinder haben eine Menge Flausen im Kopf, oft spielen sie den
älteren Bonobos Streiche oder tollen übermütig auf den Seilen herum, die
kreuz und quer durch ihr großes Gehege gespannt sind. Thomas ist ein
furchtbar neugieriger kleiner Affe. Ständig fragt er sich, wie die Welt
draußen, außerhalb des Borgori-Hauses wohl aussieht.
Er hat gehört, dass
in dem Zoo noch viele andere Tiere wohnen, manche riesig groß, andere
winzig klein, einige leben im Wasser und andere in völliger Dunkelheit.
Besonders die Pinguine möchte er so gerne mal besuchen, denn das sollen
wagemutige Unterwasserakrobaten sein.
Immer wenn Bastian, der Pfleger, der für das Bonobo-Gehege zuständig
ist, kommt, wartet Thomas auf eine Chance, durch die kleine Tür zu
entwischen und den Frankfurter Zoo auf eigene Faust zu erkunden, doch
Bastian passt immer sehr auf, dass das nicht passiert. Als sei das ein Stichwort, geht die Tür auf und Bastian kommt herein.
Thomas postiert sich in der Nähe der Tür und beobachtet, wie Bastian das
Futter verteilt.
Die Tür ist fest verschlossen, wie immer. Doch genau in diesem
Augenblick öffnet sich die Tür und Anja, die Pflegerin der Orang-Utans,
steckt ihren Kopf herein. Thomas traut seinen Augen nicht! Anja hat die Tür nicht richtig
verschlossen.
Sie steht einen winzigen Spalt breit offen. Langsam und
vorsichtig nähert sich Thomas der Tür, wirft noch einen letzten Blick
auf Bastian, der aber nicht auf ihn achtet und im nächsten Moment ist
Thomas durch die Tür und raus aus dem Bonobo-Gehege...
...das Abenteuer
kann beginnen …
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